Beplankungstechnik für FrameLock© Rippentragflächen

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Eine sehr einfache und effektive Methode, Beplankungen aufzubringen, ist es, diese einfach aufzubügeln. Dazu benötigt man ein handelsübliches Bügeleisen mit glatter Unterseite. Folienbügeleisen sind in der Regel ungeeignet, da diese weder die nötige Hitze erzeugen können, noch ist Ihre Auflagefläche groß genug. Zunächst wird die Beplankung passend zugeschnitten und die Tragfläche sicher auf dem Baubrett befestigt. (Bild1)



Als nächstes werden die Rippen und die Nasenleiste im vorderen Bereich auf der gesamten Länge mit Weißleim eingestrichen (Position 1). Verwenden Sie hierzu handelsüblichen Weißleim, wie z.B. Ponal Express o.ä. Tragen Sie den Weißleim nicht zu sparsam auf.

Nun stellen Sie Beplankung (Position 2) , wie in der Abbildung gezeigt, senkrecht auf die Nasenleiste. Jetzt wird mit dem heißen Bügeleisen (höchste Stufe) die Beplankung auf die Nasenleiste gepresst. Nach einigen Sekunden verdampft die Flüssigkeit im Weißleim und er beginnt abzubinden. Dies erkennt man daran, dass der Leim aus den Spalten läuft und dabei Blasen wirft. Nehmen Sie nun das Bügeleisen weg und pressen Sie mit einem weichen Stofflappen das Holz aufeinander (Vorsicht heiß!). Nach kurzer Zeit, sobald der Leim abgekühlt ist, kleben die Teile bereits aufeinander. Arbeiten Sie so von Rippenfeld zu Rippenfeld. Sie haben ausreichend Zeit. Selbst wenn der Weißleim bereits trocknet, wird er durch die Hitze wieder weich. Lassen Sie nun alle Teile ausreichend abkühlen.



Nachdem die Beplankung so auf der Nasenleiste fest geleimt wurde, können Sie nun die Beplankung auf der Außenseite mit einem feuchten Tuch leicht anfeuchten. Dadurch streckt
sich die eine Seite der Beplankung und diese beginnt, sich über den Flügel zu wölben.
Achten Sie jedoch darauf, nicht zuviel Feuchtigkeit aufzubringen, damit sich die Beplankung nicht wellt (Position 3).Sie können nun alle Rippen und Holme mit reichlich Weißleim bestreichen (Position 4).

Anschließend wird die Beplankung, ausgehend von der Nasenleiste, weiter mit dem Bügeleisen erhitzt und anschließend mit dem Stofflappen solange fixiert, bis der Weisleim abgekühlt ist. Bearbeiten Sie so, der Reihe nach, alle Rippenfelder, bis die Beplankung komplett festgeleimt ist.



Sollte sich das Balsaholz der Beplankung durch die Hitze des Bügeleisens verfärben, können Sie diese Stellen später wieder leicht verschleifen. Lassen Sie nun den Flügel, am besten über Nacht, abkühlen und endgültig trocknen. So verhindern Sie einen nachträglichen Verzug der Tragfläche.



Eine auf diese Weise bearbeitete Tragfläche hat den Vorteil, dass sie völlig spannungsfrei ist, da die Beplankung durch die Wärme und die Feuchtigkeit in Form gebracht wird und so die Oberflächenkontur annimmt.

Die Holzoberfläche wird etwas gehärtet und so unempfindlicher, außerdem wird der Schleifaufwand auf ein Minimum reduziert.
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